Manuel Chaves Nogales

Die Verteidigung Madrids

Abt. 1
Reportagen & Journale, Bd. 3

Aus dem Spanischen und eingeführt von Frank Henseleit, unter Mitarbeit von Christian Sönnichsen
OT: »Los secretos de la defensa de Madrid« erschienen in Sucesos para todos (Mexiko) und in Bohemia (Kuba) in 1937, sowie zwischen dem 16. Januar und dem 28. Januar 1939 unter dem Titel »The Defense of Madrid« in Evening Standard (London).


Deutsche. Erstausgabe, ca. 250 Seiten, gebunden, Halbleinen, Leseband, Faksimiles
€ 24,80 (D) | € 27,10 (A) | 33,00 CHF
ISBN: 978-3-96675-140-7


„In seiner intellektuellen Integrität, in seiner politischen Unabhängigkeit, in seiner radikalen Positionierung für die einfachen Menschen und in seiner Überzeugung, weder auf Seiten des Kommunismus noch Faschismus, auf keiner der damaligen ideologischen Seiten stehen zu wollen, ist auf Chaves Nogales‘ Höhe allenfalls noch George Orwell. (…) Doch Chaves hat die Augen in Anbetracht des Totalitarismus früher geöffnet als jeder andere.“

Antonio Muñoz Molina

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Manuel Chaves Nogales

Die Verteidigung Madrids

Abt. 1
Reportagen & Journale, Bd. 3

Aus dem Spanischen und eingeführt von Frank Henseleit, unter Mitarbeit von Christian Sönnichsen
OT: »Los secretos de la defensa de Madrid« erschienen in Sucesos para todos (Mexiko) und in Bohemia (Kuba) in 1937, sowie zwischen dem 16. Januar und dem 28. Januar 1939 unter dem Titel »The Defense of Madrid« in Evening Standard (London).


Deutsche. Erstausgabe, ca. 250 Seiten, gebunden, Halbleinen, Leseband, Faksimiles
€ 24,80 (D) | € 27,10 (A) | 33,00 CHF
ISBN: 978-3-96675-140-7


„In seiner intellektuellen Integrität, in seiner politischen Unabhängigkeit, in seiner radikalen Positionierung für die einfachen Menschen und in seiner Überzeugung, weder auf Seiten des Kommunismus noch Faschismus, auf keiner der damaligen ideologischen Seiten stehen zu wollen, ist auf Chaves Nogales‘ Höhe allenfalls noch George Orwell. (…) Doch Chaves hat die Augen in Anbetracht des Totalitarismus früher geöffnet als jeder andere.“

Antonio Muñoz Molina

Im November 1936 erreichten Francos Truppen Madrid. Die Regierung verließ die Stadt und unter General Miaja formierte sich die Front gegen die faschistischen Truppen.
1937, bereits aus dem Exil, schreibt Manuel Chaves Nogales über seine Erfahrungen im Spanischen Bürgerkrieg. An den Beobachtungen über die Verteidigung Madrids erstaunt die journalistische Klarheit, die als scharfsinnige Voraussicht auf alles Kommende gelesen werden kann. Obwohl Chaves diesen Text mit einigem zeitlichen Abstand geschrieben hat, wirken die Ereignisse wie in Echtzeit: Sie sind in raschem Tempo erzählt und beinhalten die individuellen Erfahrungen der Beteiligten.
Die Ereignisse aus dem Bürgerkrieg werden Chaves fortan nicht mehr loslassen. In Spanien galt er für Kommunisten wie Faschisten als „erschießungswürdig“. 1937 gelangt er nach Paris, muss aber 1940 vor der einmarschierenden Wehrmacht erneut fliehen, da er spätestens seit dem Interview mit Goebbels (siehe Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes) und der Kritik am Nazismus auf der Todesliste steht.

Der Autor
Manuel Chaves Nogales (Sevilla, 1897 – London, 1944), Autor und bedeutendster Journalist in Spaniens Zweiter Republik, geriet aufgrund des Verbots seines Namens unter Franco in völlige Vergessenheit. Seine nicht zu brechende Liberalität beeinflusst seit seiner Wiederentdeckung in den 1990er Jahren den neu entfachten Diskurs über Spaniens Geschichte. Sein Werk umfasst Erzählungen, Romane und Reportagen und hält wichtige Erkenntnisse für das Verständnis der Funktionsweisen von militärischer Gewalt und propagandistischer Falschinformation bereit.

Chaves Nogales stirbt 1944 in London. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und den Sieg über den Totalitarismus erlebt er nicht mehr. Ein Ereignis, das er als Mensch herbeigesehnt und für das er als freiheitlicher Journalist immer geschrieben hatte.

Mit der Reportage „Ifni“ beginnt der Kupido Literaturverlag die Herausgabe der Werke des spanischen Journalisten und Autors Manuel Chaves Nogales.
 
Der Teaser beinhaltet Archivmaterial von Kupido, sowie Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm „El hombre que estaba allí“ (Luis Felipe Torrente, Daniel Suberviola):


Mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber
(produziert von ASMA Films, koproduziert von LA CLAQUETA PC, S.L.)

Den kompletten Dokumentarfilm in spanischer Originalfassung (Untertitel in Englisch und Französisch) können Sie hier kostenpflichtig ansehen:
https://www.filmin.es/corto/el-hombre-que-estaba-alli