Mittwoch 19. Oktober, 10:30 Uhr bis 11:00 Uhr
Leseninsel der unabhängigen Verlage (Halle 3.1 C89)

José Carlos Llop: Der Bericht ›Guillermo Stein‹ (Frankfurter Buchmesse)

Der mallorquinische Autor José Carlos Llop spricht über seinen prämierten Kurzroman "Der Bericht ›Guillermo Stein‹", der die Geschehnisse auf Mallorca in den 1960er-Jahren aus Sicht Heranwachsender skizziert.

Für Pablo Ridorsa und seine Freunde ändern sich die Dinge schlagartig, als der Schüler Guillermo Stein mitten im Schuljahr in ihre Klasse kommt. Es ist ein Sommer, in dem Palma de Mallorca im Starkregen verschwindet, ein Pater des Jesuitenkollegs an einem Schlaganfall stirbt und sich die Vergangenheit von niemandem mehr verdrängen lässt. Die Jungen brauchen einen schriftlichen Bericht, der die Geheimnisse um den Neuankömmling lüften soll.

Die Recherchen bringen Geschehnissen ans Licht, die bis in die Zeit des Bürgerkriegs zurückreichen, als die Baleareninsel Stützpunkt für Mussolinis Truppen wurde. Spionage, Faschismus und familiäre Zurückweisung bilden eine eigentümliche Dissonanz und alles scheint im Schüler Guillermo Stein zusammenzulaufen.

José Carlos Llop (1956, Palma de Mallorca) veröffentlicht seit seinem Debüt in den frühen 1990er Jahren Lyrik und Prosa. "Der Bericht ›Guillermo Stein‹" ist der erste Text des Autors, der auf Deutsch erscheint

Mitveranstalter ist die Kurt Wolff Stiftung.
Die Veranstaltung wird teils auf Deutsch, teils auf Spanisch stattfinden.

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19. Oktober, 20 Uhr, Frankfurt

Buch & Wein, (Frankfurter Buchmesse)

Im Rahmen der diesjährigen Frankfurter Buchmesse freuen wir uns in der Buchhandlung Buch & Wein eine Lesung aus unserer Neuerscheinung ¡Blut und Feuer! von Manuel Chaves Nogales präsentieren zu dürfen.

Nach einer kurzen Einführung zum Werk durch unseren Lektor, wird Helge Heynold einen Teil aus der ersten der neun Erzählungen des Bandes lesen.

Wir hoffen, dass Manuel Chaves Nogales durch diese Veranstaltung nicht nur als einer der bedeutendsten Journalisten seiner Zeit, sondern auch als Verfasser beispielhafter Erzählungen in das Bewusstsein der Leserinnen und Leser gelangt.

Schauen Sie gerne vorbei, der Eintritt ist kostenlos.

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Freitag, 21. Oktober 2022, 20 Uhr, Mousonturm

Szenische Lesung der Texte von Manuel Chaves Nogales im Frankfurter Mousonturm (Dramaturgie: Martin Valdés-Stauber)

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2022 werden Texte von Manuel Chaves Nogales im Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt szenisch präsentiert. Die Münchner Kammerspiele, ein führendes Haus in der deutschsprachigen Theaterlandschaft mit festem Ensemble, wird einen Themenschwerpunkt auf Erinnerungskulturen legen. Ziel ist es, sich dem Thema der historischen Erinnerung auf künstlerische Weise zu nähern. Hierbei nehmen die Texte von Manuel Chaves Nogales eine wichtige Rolle ein. Kupido darf sich glücklich schätzen, die erstmalig ins Deutsche übertragenen Texte dieses einzigartigen Autors den Münchner Kammerspielen zur Verfügung zu stellen.
Fokus wird auch in Frankfurt auf Chaves Nogales‘ Deutschlandreportage gelegt werden: In zwölf Reportagen durchleuchtet er das Leben unter Hitler im Mai 1933 und entschlüsselt die gezielte Manipulation der Bevölkerung. Er berichtet über die Militarisierung aller Bereiche der Gesellschaft und den entfesselten Antisemitismus und durchschaut schon früh die Mechanismen hinter dem faschistischen Regime, welches sich nur auf eines vorbereitet: den Krieg und die Eliminierung aller politischen Gegner.
Ebenfalls druckfrisch vorgelegt werden die Erzählungen aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Mit dem neun Erzählungen umfassenden Band ¡Blut und Feuer! zeigt sich der Journalist Chaves Nogales als meisterhafter Erzähler, dem es gelingt, die Gräuel und den Hass der Menschen in Kriegszeiten in kurze Geschichten zu gießen. Er erkennt die Wirkweisen totalitärer Anschauungen und hält die blinde Gewalt fest, die überall hervorbricht.

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Samstag, 22. Oktober 2022, 16 Uhr, Pavillon FBM

Szenische Lesung der Texte von Manuel Chaves Nogales im spanischen Pavillon der Buchmesse (Dramaturgie: Martin Valdés-Stauber)

Auf der Frankfurter Buchmesse 2022 werden im spanischen Pavillon Texte von Manuel Chaves Nogales szenisch präsentiert. Wir sind stolz, dass die Münchner Kammerspiele, ein führendes Haus in der deutschsprachigen Theaterlandschaft mit festem Ensemble, seinen Themenschwerpunkt zu Erinnerungskulturen mit den deutschen Übersetzungen von Manuel Chaves Nogales inszeniert.
Fokus wird auf Chaves Nogales‘ Deutschlandreportage liegen, in der er in zwölf Reportagen das Leben unter Hitler im Mai 1933 durchleuchtet und die gezielte Manipulation der Bevölkerung entschlüsselt. Ein historisches Dokument, das über die Militarisierung aller Bereiche der Gesellschaft und den entfesselten Antisemitismus berichtet und schon früh die Mechanismen hinter dem faschistischen Regime durchschaut und kritisiert.

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Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr, NS-Dokumentationszentrum München

Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes – Buchpräsentation und Gespräch

Im Gespräch u.a. mit Übersetzer und Kupido-Verleger Frank Henseleit blickt Martín Valdés-Stauber, der an den Münchner Kammerspielen den künstlerischen Forschungsbereich „Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart” leitet, auf die Auseinandersetzung des spanischen Schriftstellers und Journalisten Manuel Chaves Nogales mit seiner gewaltvollen Gegenwart der 1930er Jahre. Svetlana Belesova liest Auszüge aus der deutschen Erstübersetzung von Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes.

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