Programm 2020 / Vorschau

Mit Ifni, Spaniens letztes koloniale Abenteuer beginnt der KUPIDO Verlag die Herausgabe der Werke von Manuel Chaves Nogales

Blai Bonet
Das Meer

Aus dem Katalanischen
von Frank Henseleit

KUPIDO Verlag, September 2020
Fadenheftung, Schuber
ca. 290 Seiten € 29,80
ISBN 987-3-96675-020-2

KUPIDO eBook € 14,80
ISBN 987-3-96675-021-9

Blai Bonet
Das Meer

Ramallo, Manuel und Pau werden als Kinder Zeugen der Ermordung einiger Männer ihres Dorfes durch faschistische Rebellen (1936). Unter den Mördern erkennen sie den Vater des gleichaltrigen Julià. Pau rächt seinen Vater, indem er Julià in einer Höhle im Beisein von Ramallo, Manuel und Francisca übertötet. Er flieht und verunglückt.

Jahre später begegnen sich Ramallo und Manuel als todgeweihte Patienten und Francisca als Nonne in einem mallorquinischen Sanatorium für Tuberkulosekranke wieder. Brutalität, religiöse Obsession und der bevorstehende Tod ohne die Erlösung eines gelebten Lebens erschaffen ein Bild der innersten Widersprüche der tief psychotischen Realität in Francos Spanien. Überspannt von einfühlsamen Beschreibungen der Landschaft Mallorcas und eingebettet in die wenig bekannte Episode italienischer Faschisten auf Mallorca, aber ohne Ausweg zwischen bigotter Moral und sexueller Verklärung, steuert ihr kurzes Leben auf die Katastrophe zu. Zwischen Szenen von Auflehnung, aufkeimender Sehnsucht und abrupter sexualisierter Gewalt bleibt für ein klischeehaftes Mallorca kein Platz. Und dennoch ist der Roman Das Meer ein Brandzeichen Mallorcas.

Blai Bonet i Rigo (1926-1997) schrieb Das Meer als junger Mann. 1957 erhielt er dafür den Premi Joanot Matorell, den seinerzeit wichtigsten Preis für unveröffentlichte Prosa. 1958 wurde der Roman nach zähem Ringen zwischen Verlag und Zensur veröffentlicht. Kurios daran: Die Archive der Zensurbehörde sind heute die sicherste Quelle, um Bonets Werk integer herauszubringen.

Bonet wandte sich bereits seit seinen Vier Gedichten zur Karwoche (1950) gegen den Stil der Mallorquinischen Schule. In seinem Erstlingswerk Das Meer mit seinen klug in die Irre führenden Anlehnungen an Camilo José Cela, Thomas Mann und Franz Kafka gelang Bonet eine unerreichte Zersprengung des Erzählens, die selbst bei Camus noch die Hälfte der Emotionen gestrichen hätte. Bonet wurde neben Mercè Rodoreda und Josep Pla zu einer der bedeutendsten Figuren der katalanischen Literatur.

Im Jahr 2000 zeigte die 50. Berlinale Agustí Villarongas Verfilmung des Romans.

DER SPIEGEL titelte: „Das Meer – heiliges Gemetzel“.

2015 wurde Das Meer vom World Lit. Today Magazine in die Reihe der lesenswertesten Bücher unserer Zeit aufgenommen.

„In seiner Homosexualität, seinen Äußerungen
zum Christentum, zu den Sakramenten und der Beichte
stellt sich Bonet neben Pasolini.“
Xavier Pla

Manuel Chaves Nogales
Ifni, Spaniens letztes
koloniale Abenteuer

KUPIDO Verlag, September 2020
Fadenheftung, Schutzumschlag
240 Seiten € 26,80
ISBN 987-3-96675-035-6

KUPIDO eBook € 134,80
ISBN 987-3-96675-036-5

Manuel Chaves Nogales (Sevilla, 1897-London, 1944). Kaum einer steht in Spanien aufrechter für das Schicksal der verfolgten spanischen Intelligenz und der Republik. Dank seiner nicht zu brechenden Liberalität führt Spanien heute einen aufgeklärten Diskurs über seine Geschichte. In Deutschland nahezu ungelesen, zählt Chaves Nogales inzwischen zu den integersten Stimmen Europas. Zwischen 1928 und 1944 verfasste er zahlreiche Werke über Frankreich, Russland und Deutschland. Franco degradierte ihn zur namenlosen Person. Er stirbt im englischen Exil und gerät in „perfekte Vergessenheit”. Sechzig Jahre nach seinem Tod wird sein Werk entdeckt.

Manuel Chaves Nogales Werke – in Vorbereitung

Abt. 2 Das erzählerische Werk

Bd. 1 Blut und Feuer!
Bd. 2 Flamencotänzer Juan Martínez, der dabei war
Bd. 3 Die verliebte Bolschewikin
Bd. 4 Leben und Heldentaten des Toreros Juan Belmonte –
eine fiktive Autobiografie

Manuel Chaves Nogales

Ifni, Spaniens letztes koloniale Abenteuer

1934 reist der Journalist Manuel Chaves Nogales nach Marokko und geht einem Gerücht nach, das Spanien seit dem militärischen Desaster von Annual (1921) zunehmend bewegt. 1923 muss König Alfonso XIII die Geschäfte an Primo de Rivera abtreten, der eine Militärdiktatur er- richtet. 1931 siegen aber die Republikaner bei Wahlen, die Republik wird ausgerufen. Doch längst sind die Akteure, die Spanien in eine faschistische Diktatur führen werden, zugange. Das Gerücht, in Marokko würden seit Annual Spanier festgehalten, sie schufteten in Lagern, wird zum Politikum. Aber ein weiteres Ereignis gerät in den Focus seiner Recherche, für die er immer tiefer in das Marokko dieser Jahre vordringt: Spa- niens letztes Abenteuer als Kolonialmacht.

Mit den neuen Siebenmeilenstiefeln seiner Tage, kühnen Flugzeugen, eilt er der Anlandung spanischer Truppen bei Sidi Ifni voraus. Nach einer Bruchlandung fernab der Zivilisation entschleunigen sich die Ereignisse. Mit einem Reportagestil, der Chaves Nogales zum bedeutend- sten Journalisten Spaniens werden ließ, ordnen sich unter dem Himmel der Wüste überraschend die Zusammenhänge, die Spanien und Europa in die Katastrophe des 20. Jahrhunderts führen werden. Er interviewt den legendären Blauen Sultan, der über den Kemalismus in der arabi- schen Welt offener spricht, als die meisten überhaupt denken.

Manuel Chaves Nogales, der das Fliegen mit seiner Vision des modernen Journalismus vereint und mit seinem Buch über die Wirren der Rus- sische Revolution noch vor Truman Capote zum wahren Begründer des Tatsachenromans wird, erforscht die Weltanschauung des Menschen in der Wüste und kommt, nur wenige Meilen vor Cab Juby, zu Beobachtungen, die man von Saint Exupéry erwartet hätte.

Manuel Chaves Nogales Werke – in Vorbereitung

Abt. 1 Reportagen & Journale
Bd. 1    Flugreise nach Europa
Bd. 2 Ifni, Spaniens letztes koloniale Abenteuer
Bd. 3 Die Verteidigung Madrids
Bd. 4 Die Agonie Frankreichs
Bd. 5 Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes

Chaves passt sich keiner politischen Orthodoxie an. Natürlich passt er nicht in die Strategie, die Francos Andenken aufrechterhalten will; aber genauso wenig passt er in die Strategie antifranquistischer Gedenkkultur. Ich vermag das einzuschätzen, denn ich gehöre der Generation an, deren politisches Bewusstsein mit dem Ende der Diktatur erwachte. Als ich etwa 17 Jahre alt war und meiner literarischen Berufung und meines politischen Antifranquismus’ bewusstwurde, waren die Diskurse, die mich und die meisten anderen nährten, meilenweit von Chaves Nogales entfernt. Aus einem Grund – und dies ist in Spanien immer noch schwierig auszusprechen und zu akzeptieren –, weil wir Antifranquisten waren aber keine Demokraten. (…) Chaves’ Entdeckung ver- gleiche ich mit der Joseph Roths oder Stefan Zweigs: Sie stehen außerhalb ideologischer Kategorien. Ein weiterer Autor, den Nogales’ Schicksal auch traf, ist Camus. Auch er war zu Lebzeiten von denjenigen, die eigentlich seine Freunde waren, wie eine Pestbeule angefeindet worden, weil er sich zwischen Kommunismus und Progressismus nicht identifizierbar machte. Von sehr wenigen Menschen kann man sagen, er habe die literarische Landkarte seines Landes vergrößert. Als sei da plötzlich in den Anden ein Berg mehr: Don Quijote, Madame Bovary, die Recherche und einer, den wir noch nicht gesehen haben, direkt neben dem Aconcagua noch ein Aconcagua.“

Mario Muñoz Molina

Mário de Sá-Carneiro
Geliebter Fernando Pessoa
Der Briefwechsel
Organisiert von Ricardo Vasconcelos
und Jerónimo Pizarro
Aus dem Portugiesischen
von Frank Henseleit

KUPIDO Verlag, Februar 2021
Fadenheftung, Abb.,
Schutzumschlag, Schuber
ca. 700 Seiten € 68,00
(Subskription € 58,00)
ISBN 987-3-96675-070-7

KUPIDO eBook € 23,80
ISBN 987-3-96675-071-4

Mário de Sá-Carneiro

Geliebter Fernando Pessoa
Der Briefwechsel

Wären die Briefe Pessoas an Mário de Sá-Carneiro erhalten und zusam- men mit denen von Sá-Carneiro an Pessoa herausgegeben worden, wäre die Agenda der Entdeckung Pessoas als großer Dichter Portugals eine andere gewesen. Denn auch wenn sie heute mit einigen Ausnahmen im Briefwechsel fehlen, der Korrespondenz-Stil Sá-Carneiros, die darin zutage tretende Durchdringung und das ungeheure gegenseitige Vertrauen hätten der literarischen Welt viel früher das Zeugnis gebracht, wer diese beiden bedeutenden Vertreter des Modernismus waren und wer Pessoas Heteronyme de Campos, Reis, Caeiro.

Aber so wurden die Briefe Sá-Carneiros an Pessoa als „Werk“ des Ausnahme-Dichters, des Sonderlings Sá-Carneiro herausgegeben, das international noch nicht ausreichend Licht besaß, um dieses im Nachlass schlummernde Werk eines europäischen, eines Weltdichters, der Pessoa wurde, so zu beleuchten, dass man auch ihn dadurch hätte erkennen müssen, denn er gab sich in den Briefen zu erkennen.

Mit dem Briefwechsel beginnt der KUPIDO Verlag
die Herausgabe der Werke von Mário de Sá-Carneiro.

Bd. 1.1Auftakt
Bd. 1.2Verstreutes
Bd. 2Die Enthüllung Lúcios
Bd. 3Himmel in Flammen
Bd. 4.1/2Dichtungen
Bd. 5.1Briefwechsel mit Fernando Pessoa
Bd. 5.2Briefwechsel mit der Generation Orpheu
Bd. 6Dokumente

In der Reihe Kupido | zweisprachig in Vorbereitung:

Mário de Sá-Carneiro
Der große Schatten | A grande sombra

Mário de Sá-Carneiro (1890-1916) war Dramatiker und Prosaautor und begann erst unter dem Einfluss Pessoas in Paris zu dichten. Ein in der Literaturgeschichte unerreichter Narziss, der im Fin-de-Siècle schwelgte und die portugiesische Moderne erschuf. Sá-Carneiro erkannte Pessoas ästhetisches Experiment der Heteronymie als Erster und bedrängte ihn, als Dichter, als „ein Balzac des 20. Jh.”, in die Öffentlichkeit zu treten. Er war der wohl sensibelste Vertreter seiner von Kriegen verstümmelten Generation. Sá-Carneiros Obsession war der Tod – die wirkliche Welt war ihm eine stümperhafte Erschaffung. In einem glorifizierten Selbstmord – an dem er seinen Freund in aller Brutalität teilnehmen ließ – er- höhte er den Tod zu seinem kompromisslosesten Kunstwerk.

„Sie haben ja so Recht; die sensationelle literarische Neuigkeit im Jahr 1970, das Erscheinen des unveröffentlichten Briefwechsels zwischen Fernando Pessoa und Mário de Sá-Carneiro – herausgegeben und kommentiert von … (Rauschen im Mysterium!)“

Mário de Sá-Carneiro am 20. Juli 1914 an Fernando Pessoa

Sofia Jablonska
Travellogues
(Hrsg. Roksolana Sviato)

In Vorbereitung:

Der Charme Marokkos
China, das Land von Reis und Opium
Weitere Horizonte

Sofia Jablonska – Fotografin
Téoura

KUPIDO Verlag ab 2020

Sofia Jablonska

Der Charme Marokkos

Sofia Jablonska (1907-1971) wurde bei Lviv geboren. Als 18-Jährige besuchte sie dort die Schauspielschule und leitete zwei Kinos. 1927 ging sie nach Paris, wo zehntausende Russen und Ukrainer im Exil lebten, und besuchte die cineastische École Louis Paglieri. Bald rief sie Hollywood. Aber sie traf auch auf den ukrainischen Dichter Volodymyr Vynnytchenko, der sein Tagebuch mit Abrissen über „Jade“ füllte, und folgte einer tieferen Inspiration: dem Bereisen der Welt und dem Schreiben. 1928 undenkbar für eine Frau, fuhr sie allein nach Marokko und begann mit ihrer Reportage Der Charme Marokkos ein Leben als Schriftstellerin. 1971 starb sie bei Paris nach einem Autounfall. Erst in den letzten Jahren wiederentdeckt, gehören ihre Travellogues bereits zum Kanon der ukrainischen Literatur. Bei KUPIDO erscheint Sofia Jablonska das erste Mal auf Deutsch.

Ángel Crespo
Die magische Pluralität
des Fernando Pessoa –
Biografie
Aus dem Spanischen
und Portugiesischen
von Frank Henseleit

KUPIDO Verlag, November 2020
Fadenheftung, Abb.,
Schutzumschlag, Schuber
ca. 600 Seiten € 42,00
ISBN 987-3-96675-029-5

KUPIDO eBook € 16,00
ISBN 987-3-96675-030-1

Ángel Crespo

Die magische Pluralität des Fernando Pessoa

Die bisher detailreichste Biografie über einen der widersprüchlichsten Autoren der Weltliteratur. Fernando Pessoa schuf ein magisches Geflecht aus Dichtern und Theoretikern und verlor sich darin. Wie aus einem zu Lebzeiten unveröffentlichten, gescheiterten Werk ein Sieges- zug wurde, dazu reicht Ángel Crespo dem Leser die Schlüssel: Zu einem der aufregendsten Phänomene seit der Erfindung der Poesie.

Ángel Crepso (1926-1995), Poet, Kritiker, Homme de lettres, war einer der besten Kenner des Werkes von Pessoa, das er seit 1957 auch mit großer Durchdringung übersetzte. Kanon sind insbesondere seine Übersetzungen Dantes und Petrarcas. Seine zahlreichen Essays über Fernando Pessoa, den bedeutendsten portugiesischen Dichter seit Camões, verband er 1988 zu einer bis heute gültigen Biografie.

KUPIDO zweisprachig

KUPIDO bringt im Jahr vier bis sechs Titel in einer zweisprachigen Ausgabe heraus, schön ausgestattete Bücher in einer einmaligen Ausgabe von 250 bis 750 Exemplaren, jeweils 128 Seiten mit einem Nachwort des Übersetzers, der Übersetzerin.

Je Band € 16,80  bis € 19,80. In Vorbereitung sind:

Geo Milev

Ich wird Kunst | Аз става Изкуство
Aus dem Bulgarischen von Maria Slavtscheva

KUPIDO Verlag, August 2020
128 Seiten, geb. Ausgabe € 17,80
ISBN 987-3-96675-046-2

Geo Milev 

Geo Milev (1895-1925) gehörte um 1920 zu den sichtbarsten bulgarischen Intellektuellen. Er schrieb Texte in deutscher Sprache und befasste sich eingehend mit Richard Dehmel. Seine Lyrik auf Bulgarisch wurde zumeist tendenziös übersetzt. Ich wird Kunst ist ein unverschnittenes Statement, das Geo Milev in die Mitte der europäischen Avantgarde ver- setzen wird.

Maria Slavtscheva übersetzt aus dem Bulgarischen und umgekehrt u.a. Nikola Vapcarov, Max Frisch und Paul Celan. Sie promovierte zur Moderne der bulgarischen Dichtung.

 

Fernando Pessoa 

In Evaristos Apotheke | Na farmácia
do Evaristo

Die Stunde des Teufels | A hora do diabo

Aus dem Portugiesischen von Frank Henseleit

KUPIDO Verlag, November 2020
ca. 128 Seiten, geb. Ausgabe € 16,80
ISBN 987-3-96675-053-0

Fernando Pessoa

 

Fernando Pessoa (1888-1935) erschuf eine Handvoll Heteronyme und diese eine in sich kohärente wie kontroverse Utopie. Pessoa hinterließ auch orthonyme Prosa, Texte, die seinen Namen tragen, die aber nicht weniger Scharade sind als das Gros seines unauslesbaren Werkes

 

Gabriel García Márquez

Die Spur deines Blutes im Schnee |
El rastro de tu sangre en la nieve
Aus dem Spanischen
von Christiane Quandt

KUPIDO Verlag, September 2020
ca. 128 Seiten, geb. Ausgabe € 17,80
ISBN 987-3-96675-040-0

Gabriel García Márquez

 

Gabriel García Márquez (1927-2014), Kolumbianer und Nobelpreisträger, ist einer der meistgelesenen Romanautoren der Welt. Márquez schrieb nur 12 Short Stories, die er „seltsame, umherwandernde“ Geschichten nannte. Mit Die Spur deines Blutes im Schnee gelang ihm eine Parabel aus Liebe und tragischer Missdeutung. Nach 27 Jahren legt Christiane Quandt eine Neu-Übersetzung vor.

Christiane Quandt übersetzt aus dem Portugiesischen und Spanischen u.a. Roberto Bolaño, César Vallejo, Guadalupe Nettel und Carmen Ollé. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift alba.lateinamerika lesen

Enrique Lihn

Weil ich schrieb | Porque escribí
Aus dem chilenischen Spanisch
von Henriette Terpe und Benjamin Loy

KUPIDO Verlag, September 2021
ca. 128 Seiten, geb. Ausgabe € 18,80
ISBN 978-3-96675-057-8

Enrique Lihn

 

Enrique Lihn (1929-1988), im deutschsprachigen Raum bisher unent- deckt, zählte in Chile in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Dichtern des Landes. Er gehört jener Generation an, die nach den chilenischen Nobelpreisträgern Gabriela Mistral und Pablo Neruda die Lyrik für sich neu erfinden musste. Neben Gedichten verfasste Lihn Prosa. Er erschuf „Gerardo de Pompier“, eine soziale und poetische Maske, die er öffentlich in Happenings auftreten ließ.

Henriette Terpe ist Physikerin und Romanistin. Sie übersetzte als Debut von Julio Cortázar „Die Katzen“. Gegenwärtig promoviert sie zu südamerikanischer und spanischer Lyrik.
Benjamin Loy lehrt und forscht am Romanischen Seminar der Universität zu Köln. Er promovierte zum Werk Roberto Bolaños und übersetzte Juan Villoro und Eduardo Mendoza.

Backlist

lieferbar (l) vergriffen (v)

Joan Brossa
Visuelle Poesie
Dortmund, 1998
Auflage 500 (v)
VZA (30) (v)

Fernando Pessoa
Der Seemann
Dortmund, 1997
Auflage 500 (v)

Silvia Lorenz
Typografie trifft auf Raum
Dortmund, 2001
Auflage 30 + 6 (l)

Meike Pontof
“g”
Dortmund, 2002
Auflage 10 + 2 (l)

Vicente Huidobro
À partir de la Tour Eiffel…
Dortmund, 2001
Auflage 100 (v)

Mário de Sá-Carneiro
Manucure
Köln, 2016
Auflage 80 (l)